Fast drei Jahrzehnte galten sie als Symbole für die Teilung Deutschlands, das Brandenburger Tor und die Berliner Mauer, bis 1989 durch die Öffnung der Mauer die Wiedervereinigung des Landes in Gang gesetzt wurde.

Berliner Mauer

Im Jahr 1961 begann die damalige Ostberliner Führung unter Walter Ulbricht mit dem Bau der Mauer. Sie sollte die Abwanderung in den Westteil der Stadt verhindern. Nach Fertigstellung trennte die Mauer nicht nur West- und Ostberlin, sie schloss den Westteil der Stadt komplett vom Berliner Umland ab. Zusammen mit der innerdeutschen Grenze bildete die Berliner Mauer somit ein hermetisch abgeriegeltes Grenzbefestigungs-System.

Die DDR-Grenzsoldaten mussten im Fall eines “ungesetzlichen Grenzübertritts” dem Schießbefehl folgen und auf Flüchtlinge das Gewehrfeuer eröffnen. Die genaue Zahl der Todesopfer ist nicht bekannt, man geht von 136 bis 245 Menschen aus, die hier getötet wurden. Als letztes Maueropfer ging der 20 Jahre alte Chris Gueffroy in die Geschichtsbücher ein. In der Bernauer Straße im Stadtzentrum befindet sich die Gedenkstätte Berliner Mauer.

Brandenburger Tor

Als einziges von zuletzt 18 Berliner Stadttoren ist heute noch das Brandenburger Tor erhalten. Es markiert den Beginn des klassizistischen Baustils in Preußen. Errichtet wurde es Ende des 18. Jahrhunderts unter Friedrich Wilhelm II. am Boulevard Unter den Linden. Der Architekt war Carl Gotthard Langhans. Gekrönt wird das Tor durch die Quadriga, eine Skulptur nach dem Entwurf des Bildhauers Johann Gottfried Schadow. Das Triumphtor befindet sich im Berliner Stadtteil Mitte an der Westflanke des Pariser Platzes.

Nach dem Bau der Mauer stand das Brandenburger Tor im Sperrgebiet, eine Durchquerung war weder von Osten noch von Westen her möglich. Als der damalige US-Präsident Ronald Reagan 1987 die Stadt Berlin besuchte, tat er einen geschichtsträchtigen Ausspruch: “Mr. Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor! Mr. Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer ein!” Gut zwei Jahre später konnten mehr als 100,000 Menschen die Öffnung des Tores bejubeln. Das Wahrzeichen wurde inzwischen umfassend renoviert und ist heute eine Sehenswürdigkeit für Touristen aus aller Welt.